

«Vor 6 Monaten hatten wir an der Kantonschule eine Informationsveranstaltung über Essstörungen und ich habe irgendwie schon gemerkt, dass mich das Thema Bulimie betrifft. Damals dachte ich aber noch, dass ich alles im Griff hätte. Mit der Zeit haben aber die unkontrollierten Essanfälle zugenommen und ich erbrach praktisch täglich. So konnte es nicht weitergehen und ich habe ich mich vor drei Monaten zu einem Termin beim Jugendpsychologischen Dienst angemeldet. Seither gehe ich regelmässig in die Beratung. Gemeinsam mit der Psychologin habe ich herausgefunden, warum ich diese Essanfälle hatte und was ich dagegen tun kann. Ich habe erkannt, dass ich sehr an mir selbst zweifle und eine negative Einstellung mir und meinem Körper gegenüber habe. Langsam lerne ich nun, dass ich liebenswert und ein wertvoller Mensch bin, auch wenn ich nicht super schlank bin. Daneben habe ich zusammen mit einer Ernährungsberaterin ein Programm erarbeitet, das meinen Körper mit allen Nährstoffen versorgt, die er braucht, ohne Heisshungerattacken auszulösen. Momentan habe ich noch immer vereinzelt Essanfälle, aber es sind bereits deutlich weniger geworden. Ich hoffe, dass ich das im weiteren Verlauf der Beratung auch noch in den Griff bekomme.»
* Name geändert