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Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf Aargau

Berufseinstieg nach Studienabschluss

Zwei Perspektiven prägen den Schritt vom Studium in die Arbeitswelt. Die erste beinhaltet einen Blick nach innen – es geht um eine persönliche Standortbestimmung. Die zweite ist auf die Berufswelt gerichtet: Welche Branchen, Tätigkeiten, Funktionen, Jobs etc. gibt es? Welche Unternehmen oder Organisationen wären interessante Arbeitgeber für Sie? Je mehr Eigeninitiative und Kreativität Sie entwickeln, desto grösser sind Ihre Chancen, bald Ihre erste Stelle zu finden.

Einige hilfreiche Ideen haben wir für Sie zusammengestellt:

Vor Ihnen haben viele Abgänger und Abgängerinnen Ihres Studienfachs den Weg in die Arbeitswelt gesucht und gefunden.

  • Was machen Ihre Fachkollegen/innen, die vor oder mit Ihnen das Studium abgeschlossen haben? Oder die Sie während der Lehre und bei Praktika und Arbeitgebern getroffen haben?
  • Welche potenziellen Arbeitgeber haben Dozenten/-innen oder Kolleginnen und Kollegen erwähnt?
  • Welche davon interessieren Sie? Zu welchen würden Ihre Schwerpunkte, Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen besonders gut passen?

Jeder Mensch kann über sechs andere Personen jeden beliebigen Menschen in der Welt erreichen: Das Small-World-Projekt amerikanischer Soziologen bestätigte die Theorie. Im Zeitalter von Web 2.0 geht alles sehr schnell. Es spricht also einiges dafür, dass auch Sie nur wenige Schritte von Ihrem zukünftigen Arbeitgeber entfernt sind.

Aktivieren Sie deshalb Ihr persönliches Netzwerk. Lassen Sie Freunde, Verwandte, Bekannte, Nachbarinnen, Vereinskollegen und Studienkolleginnen wissen, dass Sie suchen und was Sie suchen.

Wahrscheinlich haben Sie Ihr Studium mit einer Forschungsarbeit abgeschlossen. Warum also nicht als Forscher/in in eigener Sache aktiv werden?

Zeitungen und Fachzeitschriften sind gute Quellen für die Suche nach potenziellen Arbeitgebern. Im Internet finden Sie Websites (fast) aller Berufs- und Branchenverbände – und dort oft auch die Adressen von möglichen Arbeitgebern. Im Internet können Sie bekanntlich auch nach Stichworten suchen: Geben Sie Begriffe aus Ihrem Wunsch-Arbeitsbereich ein. Von A wie «alternative Energien» über E wie «Eventmarketing» bis Z wie «Zertifizierung» – Sie werden überrascht sein, wie viele interessante Arbeitgeber Sie so entdecken.

Viele Unternehmen publizieren offene Stellen zunächst auf ihrer Website oder allenfalls in Branchen-, Fach- oder Verbandspublikationen. Nur wenn auf diesem Weg kein passender Kandidat gefunden werden kann, erfolgt ein Inserat in einem regulären Stellenanzeiger.

Aber auch wenn offiziell keine Stellen ausgeschrieben sind, lohnen sich Initiativbewerbungen an Unternehmen, die Sie besonders interessieren. Damit beweisen Sie besondere Eigeninitiative und Motivation. Wer für Bewerbungen zuständig ist, erfahren Sie über die allgemeine Kontaktadresse (Telefon oder allenfalls Mail).

Wenn ein berufliches Ziel nicht auf direktem Weg erreichbar ist, hilft oft ein Zwischenschritt.

Verschiedene Unternehmen und Organisationen Trainee-Programme für Hochschulabsolventen/innen an. Die Programme dienen der Nachwuchsförderung und dauern zwischen 12 und 18 Monaten. In der Regel arbeiten Sie in wechselnden Projekten und Ressorts, werden von einem erfahrenen Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin begleitet und nehmen an firmeneigenen Weiterbildungen teil.

Mit einem Trainee-Programm stehen Sie schon mit einem Fuss in der Firma; wenn Sie sich bewähren, haben Sie die Chance auf einen unbefristeten Vertrag.

Ein Praktikum oder ein Volontariat bietet in der Regel keine Aussicht auf eine Festanstellung, aber Sie erhalten Einblick in eine Branche oder ein Arbeitsfeld und haben einen Vorteil bei künftigen Bewerbungen, weil Sie die gewonnene Berufserfahrung als Referenz vorweisen können.

Mit einem Auslandaufenthalt beweisen Sie, dass Sie sich in fremden Kulturen, Organisationen und / oder Sprachen bewegen können. Am wertvollsten ist ein Auslandpraktikum, weil Sie damit gleichzeitig auch noch Berufserfahrung sammeln können. Aber auch ein Sprachkurs wirkt sich positiv auf künftige Bewerbungen aus.

Viele Universitäten und auch Fachhochschulen bieten für ihre Studierenden eigene Dienste, meist «Career Services» genannt, um den Berufseinstieg zu begleiten und damit hoffentlich zu erleichtern. Das geht von der Organisationen von Messen, über Trainings von Bewerbungsgesprächen, CV-Checks bis zu Veranstaltungen, bei welchen ehemalige Absolventen und Absolventinnen von ihren Erfahrungen erzählen.

In der Kurzinfo «Vom Studium zur ersten Stelle» finden Sie wertvolle Informationen.